Eindrücke

  1. Gottesdienst nach der Corona-Sperre am 17. Mai 2020

Läuten, Anfangsmusik, Begrüßung

Schön, dass wir uns wieder „echt“ sehen! Manches ist anders als zuvor.

Ich bin mir sicher, Sie werden trotzdem reinkommen in den besinnlichen Gottesdienst und sich statt einer Virusinfektion oder Wundern über die komische neue Situation den einen oder anderen positiven Gedanken mitnehmen. Achten wir in aller Ruhe und Vernunft aufeinander. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Die Zeit, während der wir zum Schutz vor der Verbreitung des Corona-Virus keine Gottesdienste gefeiert haben, habe ich persönlich als sehr bestärkend erlebt. Was mir gefiel war, dass nun das Scheinwerferlicht mal nicht so stark auf den Sonntagsgottesdienst gerichtet war, sondern auf die vielen anderen Arten, wie wir Gemeinschaft miteinander und mit Gott pflegen.

Immer wieder habe ich die Verbundenheit mit Ihnen und euch gespürt. Wenn ich die Kurzgottesdienste per E-Mail ausgesendet habe. Und vor allem auch, wenn am Sonntag die Glocken geläutet haben. Und ich wusste: um 9:30 Uhr an Sonn- und Feiertagen haben wir uns im Presbyterium ausgemacht: da beten wir das Vater Unser. Und jeden Tag um 20:00 Uhr. In dieser Situation habe ich die Gemeinschaft im Gebet gespürt. Das hat mir sehr gut getan in dieser Situation, als alles plötzlich so anders und unsicher war. Vielleicht haben Sie auch die Gemeinschaft im Gebet gesucht und gespürt?

Heute schließt sich der Kreis um die Corona-Zeit, wo das Frömmigkeitsleben sehr stark von der persönlichen Frömmigkeit geprägt war und die Gemeinschaft zu anderen im Gebet zu erleben war, nicht im Gottesdienst. Es ist im Kirchenjahr der Sonntag „Rogate“. Es geht um’s Gebet.

Heute feiern wir miteinander Sonntagsgottesdienst im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Der Herr Sei Mit Euch – Und Mit deinem Geist.

Tagesgebet

Lasst uns beten:

Manchmal verschließe ich mich vor den Menschen.
Manchmal verschließe ich mich vor dir, mein Gott.
Jetzt komme ich zu dir.

Zu dir Gott kommen wir:
in Mühsal und Freude,
voller Lob für dich.
Und auch mit unserer Klage.

Du Gott hörst unsere Gebete. Altarausschnitt Timelkam

Verbunden durch Gottes Geist feiern wir Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters + des Sohnes + des Hl. Geistes. Jubilate – jauchzet, jubelt, solch einen fröhlichen Namen hat der heutige Sonntag. So sind wir – trotz mancher Einschränkung – zum Jubeln und Loben eingeladen, schon mit dem ersten Lied:

Lied: EG 288, 1+2, 4+5

Kinder klatschen

Psalmgebet:

Gelobt seist du, Herr, Gott unserer Väter und Mütter, gepriesen seist du ewiglich! Lobet Gott, ihr Engel im Himmel, preiset und rühmet ihn ewiglich. Licht und Finsternis, Berge und Hügel, lobet unseren Gott, preiset und rühmet ihn ewiglich. Vögel und Fische, Bäume und Blumen, lobet euren Schöpfer, preiset und rühmet ihn ewiglich. Menschenkinder, groß und klein, alt und jung, gesund und krank, klatscht in die Hände, preiset und rühmet Gott ewiglich. Denn seine Güte hat kein Ende, sein Erbarmen ist jeden Morgen neu. Ihm sei die Ehre, jetzt und immerdar und in Ewigkeit. Amen

Wir können uns leider noch immer nicht zum Gottesdienst in der Kirche treffen. Aber ich darf heute sagen: „Die Zeit ist bald um, wo wir uns nur aus der Ferne hören können.“ Nächsten Sonntag darf offiziell wieder Gottesdienst gefeiert werden!

Begrüßung

Wir beginnen im Namen Gottes unseres Schöpfers, im Namen Jesu, des auferstandenen Herrn, und im Namen der göttlichen Geisteskraft, die uns auf wunderbare Weise verbindet.

Kantate – „Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ Das größte Wunder hat er getan, als er Jesus Christus von den Toten auferweckt hat. Bei unserem lebendigen Herrn finden wir Ruhe für unsere Seelen, bei ihm können wir aufatmen und frei sein.

Lied „Gott ist gegenwärtig“, EG 165,1-4

Kirchenchor Timelkam mit Harfenbegleitung

Psalm 98, EG 739

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.
Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.
Der Herr lässt sein Heil kund werden, vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.
Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt
Enden sehen das Heil unseres Gottes.
Jauchzt dem Herrn alle Welt, singet, rühmet und lobet!
Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und mit Saitenspiel!

Der Herr ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!

Mit diesem Ruf der österlichen Freudenzeit grüße ich Euch alle sehr herzlich!
Gerne hätte ich den Gottesdienst an diesem Sonntag, dem Hirtensonntag, mit Euch von Angesicht zu Angesicht in der Kirche in Timelkam gefeiert. Jetzt bin ich aus der Ferne, am wunderschönen Attersee, mit Euch virtuell im gemeinsamen Beten und Nachdenken verbunden.

Blick auf Attersee
Wir feiern den heutigen Sonntag als "Diakoniesonntag", dazu findet Ihr auch eine Hausandacht:

Link: https://diakonie.at/sites/default/files/hausandacht-diakoniesonntag2020.pdf [PDF]

Jesus sagt: "Ich bin der gute Hirte." Die Schafe kennen die Stimme des Hirten - und er sorgt für sie und lässt, wenn es nötig ist, sein Leben für die Schafe.
Ich finde es wichtig, dass wir bei all den Problemen und Schwierigkeiten, die uns derzeit umtreiben, nicht vergessen, an wie vielen Dingen wir uns täglich erfreuen und für wie Vieles wir dankbar sein können.
Dazu ermuntert mich auch immer wieder der Blick in unsere schöne Natur, wie sie zum Beispiel auf dem Foto zu sehen ist.

Ich bete:
Jesus Christus, zeig uns den Weg, den wir gehen sollen.
Zeig ihn denen, die uns regieren, die über uns bestimmen, die unser Wohl wollen.
Bring uns auf den richtigen Weg.

Wir sind gefangen in unserer Sorge:
Schau auf die Menschen, die kein Zuhause haben,
wo sie Schutz finden,
und schau auf die, für die der Schutzraum zur Gefahr wird.

Dir vertrauen wir,
denn du bist bei uns.
Bei dir wird uns nichts mangeln.
AMEN

 
Bleibt gesund und behütet - einen gesegneten Sonntag wünscht Euch

Christa Bukovics