Eindrücke

Bereitet dem Herrn einen Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig. (Jesaja 40, 3.10)

Advent. „Ankunft“. Da soll jemand kommen.
Wen erwarten wir?
Was erwarten wir?
Erwarten wir wirklich?

Lasst uns diesen ersten Adventsonntag feiern im Name Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. 

„Wir sagen euch an den lieben Advent“, EG 17 – die erste Strophe

Gebet

Gott, Vater im Himmel.

Manchmal geht es im Leben leicht und fröhlich dahin. Da ist es eine richtige Freude zu leben.

Manchmal im Leben geht es nicht so leicht. Da gibt es auch keine Freude.

Seltsame Zeiten erfordern seltsame Mittel.

Wir treffen im Moment so wenige Menschen wie möglich. Auch die, die wir sehr mögen und schätzen, sehen wir nicht persönlich.

Aus Rücksicht aufeinander. Aus Respekt voreinander.

Dunkle Wolken bedecken den Himmel.

Nebel liegt in unserem Bezirk.
Sorgen quälen.
Manchmal macht sich sogar Hoffnungslosigkeit breit.

In der Stille wollen wir dir nun anvertrauen,
was uns belastet und bedrückt, was noch offen ist.

[…]

Guter Gott, rühre uns an.

Jesus Christus,
unser Heiland und Erlöser.

Tröste uns, Heiliger Geist,
wenn wir verzagt sind,

zerstreue unsere Zweifel,
wenn wir so wenig von deiner Macht wahrnehmen.

Festige unseren Glauben
und mache uns geduldig.

„Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ – „Amen. Amen. Amen.“

 

Lesung „Mt 11, 2-10“ - Die Anfrage des Täufers

(2) Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger

(3) und ließ ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?

(4) Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht:

(5) Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt;

(6) und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert.

(7) Als sie fort gingen, fing Jesus an, zu dem Volk von Johannes zu reden: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her weht?

(8) Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die weiche Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige.

(9) Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch: Er ist mehr als ein Prophet.

(10) Dieser ist's, von dem geschrieben steht (Maleachi 3,1): »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.«

Einer wird kommen.

 

Credo / Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Dankgebet und Fürbitte

Wir wollen dem Herrn danken, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich:

Gott, himmlischer Vater,
wir danken dir für die Gemeinschaft mit dir
du bist da, lässt uns spüren: unser Miteinander mit den Menschen ist noch fern, aber nicht weg.

Gott, Vater im Himmel,
wir danken dir, dass du uns in allem nicht alleine lässt,
du hast uns Glauben, Hoffnung und Liebe geschenkt und deinen Geist, der uns führen und leiten will.

Gott, Vater im Himmel,
wir danken dir, dass du uns immer wieder
als deine Kinder und als deine Erben
in die Verantwortung rufst,
damit wir in deinem Geist leben, egal was ist.

Gott, wir vertrauen dir die Menschen an,
denen das Vertrauen zu dir abhanden gekommen ist.
Mache uns fröhlich und bereit,
als Christ*innen, die wir deinen Namen tragen,
da zu wirken, wo es am nötigsten ist.
Dass bitten wir dich, im Namen Jesu Christi. Amen.

Vater unser

Mit den Worten unseres Herrn Jesus Christus wenden wir uns dir zu, Gott, und beten:

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von den Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, EG 1

Segen

Stellen wir uns gemeinsam unter den Segen des Herrn:

Der Herr segne dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr hebe sein Angesicht über dich
und gebe dir seinen Frieden. Amen.      

 

 

Es treibt der Wind im Winterwalde

Die Flockenherde wie ein Hirt,

Und manche Tanne ahnt, wie balde

Sie fromm und lichterheilig wird,

Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

Streckt sie ihre Zweige hin – bereit,

Und wehrt dem Wind und wächst entgegen

Der einen Nacht der Herrlichkeit.

           

                                    Rainer Maria Rilke